Vegan backen – „schmeckt nicht“ war gestern!

Hallo zusammen,

ich poste hier ja die meisten meiner Rezepte in der nicht-veganen und darunter in der veganen Variante. Warum eigentlich? Also, ich bin kein Veganer, aber viele meiner Freunde. Und die möchte ich natürlich auch glücklich machen mit meinen Cupcakes und Muffins :). Deswegen übe ich noch viel und finde nach und nach die besten Produkte und Vorgehensweisen beim veganen Backen heraus.

„Vegan“ bedeutet bei mir übrigens überhaupt nicht automatisch „gesund“ oder gesünder. Ich benutze genau so viel Zucker und normales Mehl wie für die nicht veganen Leckereien. Natürlich steht jedem frei, Vollkornmehl und Agavendicksaft o. Ä. zu verwenden, aber wenn ich ehrlich bin schmeckt mir das dann nicht mehr (wie gesund trotzdem schmeckt könnt ihr in meinem Beitrag „Gesünder backen geht auch“ nachlesen).

Ein paar Tipps und Details zu den bisher in meinen Rezepten genannten Produkten (Hinweis: ich habe keine Sponsoren und empfehle nur Produkte, dich ich getestet und deswegen für gut befunden habe):

  • Generell empfehle ich euch als Ersatz für Eier den Ei-Ersatz von DM („Nicole Gärtner“). Alternativ und günstiger kann man auch mit Sojamehl oder Süßlupinenmehl backen. Süßlupinenmehl ist der Hauptbestandteil des Produkts von DM. Diese Mehle gibt es derzeit nur in großen Packungen und sind nach dem Öffnen nur 3 Monate haltbar. Da ich ja kein Veganer bin habe ich es aufgrund der kurzen Haltbarkeit noch nicht ausprobiert. Das möchte ich aber noch, denn der Ei-Ersatz in den Tütchen ist recht teuer und das viele Plastik ist natürlich auch nicht gut für die Umwelt. Und den Unterschied im fertigen Cupcake schmeckt man nun wirklich nicht 🙂
  • Für ein Ei nimmt man ein Päckchen oder 5 Gramm Ei-Ersatzpulver. Dieses wird mit 50 Millilitern Mineralwasser mit dem Mixer verrührt. In meinen Rezepten nehme ich normalerweise 3 Eier. Das bedeutet also 15 Gramm Pulver und 150 Milliliter Mineralwasser. Sprudelndes Mineralwasser ist gemeint, nicht stilles oder „medium“.
  • Mir wurde auch der Tipp gegeben, dass Banane oder Apfelmus als Ei-Ersatz funktioniert. Ich finde es aber nicht so gut wie das Pulver und benutze daher kein Obst als Ei-Ersatz.
  • Als Ersatz für Butter verwende ich ausschließlich Alsan. Es schmeckt meiner Meinung nach am Besten. Die möglichst zimmerwarme Butter bzw. Alsan gebt ihr zum fertig angerührten Ei-Ersatz.
  • Alle trockenen Zutaten werden in einer anderen Schüssel verrührt und dann zu den flüssigen gegeben. Hinzu kommen nochmal 100 Milliliter Mineralwasser. Nicht zu lange rühren.
  • Bei den veganen Rezepten nehme ich 50 Gramm Mehl mehr. Sonst sind sie mir zu klein.
  • Ich benutze oft Frischkäse für Frostings. Man kann ersatzweise den „Simply V natur“ benutzen. Er ist nicht so teuer und es gibt ihn oft in Supermärkten wie Rewe. Nun habe ich aber den veganen Frischkäse von Soyananda entdeckt und finde ihn deutlich besser. Er ist teurer und es gibt ihn nur im Bioladen oder im Internet, aber er hat im Gegensatz zum Simply V in den Frostings keinen chemischen Beigeschmack.
  • Manche fertigen Deko-Produkte sind nicht vegan, z. B. kleine Zuckeraugen o. Ä. Oft ist Gelatine unter den Inhaltsstoffen. Also haltet die Augen auf.

Das waren meine Tipps fürs vegane Backen. Macht euch und eure veganen Freunde glücklich, probiert es aus!

Viel Spaß beim Backen 🙂

Vegane Erdbeer-Vanille-Cupcakes mit zitronigem Frischkäsekern. Fruchtiger Hochgenuss 🙂

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